Zum Schluss

Was soll ich zu einem Jahr sagen, welches mir Winnetou, Mr. Spock, Dracula und Lemmy genommen hat? Das mir auch wegen des heissen Sommers und den Betrügereien von VW in Erinnerung bleiben wird. In dem es wieder Konflikte an allen Enden der Welt (Somalia, Eritrea) und auch in relativer Nähe (Ukraine, Israel), aber viel zu wenige Lösungen hierfür gab. 
In Europa und besonders in Deutschland war ein beherrschendes Thema die sogenannte Flüchtlingskrise, die uns Bürger seit einigen Monaten beschäftigt und teils tiefe Gräben in unserer Gesellschaft erkennen lässt. Diese wären mMn relativ einfach zu überbrücken, wenn man seinem Gegenüber aufmerksam zuhören würde (womit wir beim Thema „Hören“ sind). Leider werfen sich Gegner und Befürworter der Zuwanderung aus Kriegsgebieten mangelnde Einsicht vor, ohne sich mit den Gedanken des Gegenübers auseinanderzusetzen. Dabei kann man dessen Argumentation doch nur folgen bzw. sinnvoll begegnen, wenn man aufmerksam zuhört. Stattdessen kommen von beiden Lagern überwiegend altbekannte und stereotype Totschlagargumente, mit denen sich natürlich keiner auseinandersetzen möchte. Befeuert wird das ganze Treiben von einer Medienlandschaft, die ebenso wenig differenziert, und statt Meinungsbildung unterstützt, eher Meinungsmache betreibt. Das beginnt schon mit den Begriffen „Flüchtlinge“, „Asylanten“ und „Migranten“, die, obwohl unterschiedliche Gruppen meinend, wahllos gemischt werden.
So kann es zu diesem wichtigen Thema niemals zu einer Diskussion und daraus resultierendem Konsens in der Bevölkerung kommen. Es wird bei einem schwarz-weiss Denken bleiben, ohne die zahllosen Ansichten dazwischen zu berücksichtigen, die der überwiegende Teil der Menschen dazu hat. Und es gibt eben mehr als nur „Bahnhofsjubelperser“ und „Nazis“, welches einem allerorten entgegenschallt. Wer schreit, hat nicht recht und ist zudem taub für die Argumente seines Gegenübers. In diesem Sinne hoffe ich, dass uns diese Situation in 2016 nicht um die Ohren fliegt, sondern zu einem für alle(!) Beteiligten zufriedenstellenden Kompromiss findet.
Was wird mir positives von 2015 in Erinnerung bleiben?
Ich habe nette Menschen kennen gelernt, habe zwei Hochzeiten beigewohnt (hi Susi, Ella, Alex und Sergej) und habe die ersten Schritte und Worte meines Enkels erlebt. Es gab ein Wiedersehen mit meinem jüngsten Bruder (ganz liebe Grüße nach Mexiko) und die gesundheitlichen Probleme der Mutter sind im erträglichen Rahmen geblieben.
Gute Vorsätze habe ich natürlich auch. So könnte dieser Blog sicher ein paar Beiträge mehr vertragen, woran ich konzentriert arbeiten werde. Auch sollte ich körperlich wieder etwas aktiver werden, währenddessen ich mir überlegen könnte, über was ich im Blog schreibe.
Damit wünsche ich den Lesern dieses Beitrags und deren Liebsten ein gesundes, friedvolles und glückliches Jahr 2016.

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